Die Jungvolkbildung: Der Grundstein einer erfolgreichen Imkerei

Ein fester Bestandteil jeder erfolgreichen Imkerei ist die Verjüngung und Ergänzung der Wirtschaftsvölker. Wir arbeiten mit zwei verschiedenen Rassen von Bienen. Beide Rassen besitzen Eigenschaften, die es zu sichern und zu erhalten gilt. 

Die Carnica: Eine vorsichtige und optimistische Biene

Obwohl ihr Name soviel wie "Bergbiene" bedeudet, ist die Carnica ebenso in der hitzeflimmernden, ungarischen Tiefebene oder in den Alpenrosenhängen der Alpen,  zu Hause, wo es ein starkes und jähes Temperaturgefälle zwischen Tag und Nacht, sowie zwischen den Jahreszeiten gibt.

Die ausgezeichneten Ueberwinterungseigenschaften und die rasante Frühjahresentwicklung des Volkes, mit dem bekannten, sanften Temperament, sowie dem guten Reinigungsverhalten der  Bienen, macht sie zu einer weit anerkannten Rasse. Die Carnica passt den Brutrythmus an der Vegetation und dem Klima an. So wird die Gefahr des Verhungerns im Sommer bei der Carnica nur selten auftreten. Ihre angeborenen Eigenschaften passen ausgezeichnet zu den Anforderungen, die gegenwärtig an eine Wirtschaftsbiene gestellt werden.

Die Mellifera: In jeder hinsicht eine massvolle Biene

Die Mellifera, auch genannt dunkle Biene, ist in England, Frankreich, den Alpen, Skandinavien und in Russland heimisch. Die Mellifera ist gewohnt, am Rande der Existenzmöglichkeit zu leben. Dadurch hat sie sich eine spezielle Ueberlebenstaktik zugelegt: Eine späte Frühjahresentwicklung erreicht bei der Sonnenwende ihren Höhepunkt. Durch die geringe Volksstärke entwickeln sich langlebige Bienen. Selbst bei keiner oder minimaler Unterstüzung durch den Imker hat die Mellifera die beste Ueberlebenschancen aller Bienenrassen. Sie bildet eine kleine, sehr feste Wintertraube und übersteht dadurch einen langen, harten Winter am Besten. Die  Mellifera ist bei einer mässigen Tracht, mit Schlechtwetterunterbrüchen, allen anderen Bienenrassen überlegen.